|
Chronik der St. Margareten-Bruderschaft 1925
Diese Chronik enthält Links zu anderen Seiten die in
eckigen [Klammern] dargestellt sind
(Bei den Kursiv geschriebenen Texten handelt es sich um Zitate aus den
Protokollbüchern)
Gründungsprotokoll: (Abschrift des handgeschrieben Protokolls,
eingetragen am 13.09.1925)
Am 15. Mai 1925 fand im Lokale von Herrn Kamphausen eine
Zusammenkunft statt, welche von den Herren Kamphausen, Breuers, Nilges und der
Mitglieder der Männerkongregation Odenkirchen einberufen war um die Gründung der
Bruderschaft vorzunehmen. Zu dieser Versammlung waren außerdem der Herr Rektor
Busar, Herr Klusen und Herr Hauptlehrer Langen und von jedem Straßenteil
verschiedene Herren eingeladen.
Nachdem die meisten Erschienenen für die Gründung der
Bruderschaft waren, wurde am Sonntag, den 17. Mai eine Vollversammlung
einberufen und zugleich die Gründung vorgenommen.
In kernigen Worten legte Herr Walter Müllers, welcher die
Versammlung leitete, den Erschienenen ans Herz, die Gründung zu vollziehen, um
die kirchlichen Interessen zu bewahren sowie den Zusammenschluss der Bürger
durch Einigkeit hochzuhalten. Der Vorstand wurde durch Zuruf, teils durch
Akklamation wie folgt gegründet.
1. Vorsitzender Herr Walter Müllers 2. Vorsitzender
Herr Walter Derichs
1. Schriftführer Herr Karl Nilges 2.
Schriftführer Herr Jos. Siebmanns
1. Kassierer Herr Martin Thomas 2. Kassierer
Herr Heinz Lasseur
sowie als Kassenrevisoren Herr Wilh. Pellen und W. Langen
Als Ehrenmitglied Herr Peter Klusen
Als Präfekt Herr Theo Peters
Die Genehmigung der Statuten wurde in der nächsten Versammlung am
24. Mai 1925 von allen Mitgliedern anerkannt.
Die knappe Bemerkung, dass einige Herren der Männerkongregation
aus Odenkirchen an der Versammlung am 15. Mai 1925 teilgenommen haben, weist
darauf hin, dass zu den Gründern der Bruderschaft Mitglieder der damals
bestehenden „Bruderschaft Unserer lieben Frau zu Odenkirchen“ gehörten.
Vielleicht kam sogar von dort aus die Anregung, in Hockstein eine eigene
Bruderschaft zu gründen.
Jedenfalls steht fest, dass Hocksteiner Männer früher an der
Bruderschaft in Odenkirchen regen Anteil nahmen, und dort auch Mitglied waren.
Die von dem Heimatforscher, Herrn Pfarrer Rixen, abgefasste
Schrift über die Bruderschaft Unserer lieben Frau zu Odenkirchen gibt jedenfalls
einen Hinweis mit folgendem Vermerk:
„Im Odenkirchener Pfarrarchiv befindet sich eine vom 25. Mai
1909 datierte Beschwerdeschrift der Junggesellen aus Hockstein, das damals zur
Pfarre Odenkirchen gehörte wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten beim Vogelschuss
der Hocksteiner Junggesellen am 3. Mai 1909 bei Frentzen in Wickrath. Dieser
Brief ist unterzeichnet von 31 Junggesellen aus Hockstein. Die Angelegenheit
wurde von beiden Seiten in Güte beigelegt.“
Dass sich seinerzeit aus Hockstein mit etwa 800 Seelen so viele
Junggesellen am Vogelschuss beteiligten, beweist, wie groß das Interesse der
jungen Menschen für die Sache der Bruderschaft war.
Um die Jahrhundertwende war sogar Friedrich Siebmanns, Hockstein,
Im Grund, König von Odenkirchen.
Die Bruderschaft Unserer lieben Frau zu Odenkirchen existiert
heute nicht mehr. Man könnte also sagen, dass die St.-Margareten-Bruderschaft
eine Tochter der alten Odenkirchener Bruderschaft ist.
Der erste Vogelschuss fand bereits am 21. Juni 1925 statt.
„Am 21. Juni war Vogelschuß. Die Mitglieder versammelten sich bei
Vennedey wo ein Rundzug mit Musik durch die Honschaft Hockstein veranstaltet
wurde, zum Lokale von Herrn Kamphausen. Herr Wilhelm Pellen errang die
Königswürde und wurde als erster Schützenkönig von Hockstein proklamiert. Nach
dem Vogelschuß begann ein eifriges Arbeiten von allen Mitgliedern.“
Bis zur ersten Prunk vom 15. – 18. August 1925 wurden eine Fahne,
ein Königssilber und „herrliche Uniformen“ angeschafft. Die Fahne wurde
bei einer Firma in Kevelaer bestellt und kostete damals 700,- Mark.
Die Vorderseite der Fahne zeigt die hl. Margareta in Siegerpose,
in der rechten Hand einen Palmzweig haltend. Links hält sie einen Kreuzstab mit
Fahne der auf dem getöteten Drachen zu ihren Füßen steht.
[Bericht
zur Fahne und Fahnenweihe]

Weiter heißt es zur Prunkfeier:
„Die Ausschmückung der ganzen Ortschaft
war mustergültig und wird wohl die beste Schmückung seit Bestehen von Hockstein
gewesen sein."
Anfang der dreißiger Jahre, mit dem Anwachsen der
nationalsozialistischen Bewegung gab es offensichtlich Auseinandersetzungen auch
im Rahmen der Bruderschaft. So endet z. B. ein Protokoll vom 08.05.1932 mit den
Worten:
„Brüder, seid bereit, wenn es heißt unser Schifflein wankt,
hochzurichten die zerfallenen Segel und zu kämpfen für Glaube, Freiheit, Sitte
und Moral."
1934 legte der erste Vorsitzende der Bruderschaft Walter Müllers
sein Amt aus privaten Gründen nieder. Die Geschäfte wurden zunächst von seinem
Stellvertreter Herrn Amhausen weiter geführt. Noch im gleichen Jahr wurde eine
Generalversammlung einberufen, auf der Herr Heinz Göbels als neuer „Führer“ der
Bruderschaft gewählt wurde. Dieser führte die Bruderschaft bis 1938.
(Das dritte Reich zwang auch die St.-Margareten-Bruderschaft zur
sogenannten Gleichschaltung, so dass sich der Vorsitzende oder der Brudermeister
„Führer der St.-Margareten-Bruderschaft" zu nennen hatte. Außerdem wurde die
St.-Margareten-Bruderschaft gezwungen der Rheydter Schützengilde beizutreten.
Als Margareten-Kompanie, womit die kirchliche Bindung der Bruderschaft praktisch
aufgehoben wurde.)
[Stichwort
Gleichschaltung:]
Der letzte Bericht über eine Generalversammlung, die am
26.01.1936 stattfand, befindet sich schon nicht mehr im handschriftlichen
Protokollbuch, sondern mit Schreibmaschine geschrieben auf einem besonderen
Bogen. Aus dem Inhalt geht hervor, dass nicht alle Mitglieder mit dem Ablauf der
Dinge zufrieden waren. Trotzdem endeten viele Protokolle aus jenen Jahren mit
einem Lobgesang auf Adolf Hitler.
Jahresbericht des Jahres 1935:
„… So schloss das alte Jahr im Sinne treuer Ergebenheit als
treuer Christ für unseren Führer und Reichskanzler, der als treuer,
opferbereiter Führer sein Vaterland Deutschland als sein Leben befruchtet. Möge
Gottes reichster Segen ihn schützen, das Er noch lange lebe zum Segen unseres
Vaterlandes.
H… H….. .“
Die bereits erwähnte letzte Eintragung vor dem 2. Weltkrieg vom
26.01.1936 enthält neben der Namensliste der St. Margareten Kompanie auch noch
die Hinweise auf die folgenden Könige aus den nächsten drei Jahren. Sicherlich
gab es aus diesen Jahren 1937 - 1939 irgendwelche Aufzeichnungen. Allerdings
sind diese wohl für immer verloren gegangen.
So zerfiel dann die Bruderschaft vor dem Kriege und ruhte erst
recht während des Krieges.
Aber bereits wenige Wochen nach Beendigung des Krieges, nämlich
am 15. Juni 1945 fanden sich alte Bruderschaftler zusammen, welche die
Bruderschaft am Leben hielten.
Trotzdem dauerte es noch bis zum 5. Juni 1949, bis sich genügend
Mitglieder fanden um in einer Generalversammlung den offiziellen Schritt zu tun.
Neugründung nach dem 2. Weltkrieg:
Protokoll zur Neugründung der St. Margarethen-Bruderschaft am 05.
Juni 1949
Am 5.6.49 tagte zum ersten Male nach 10-jähriger Unterbrechung
wieder eine Versammlung der Bruderschaft im Lokale Baumeister. Die Versammlung
war recht gut besucht. Der ehemalige 1. Vorsitzende Herr Martin Thomas begrüßte
unter den Erschienenen auch den Präses Herrn Pfarrer-Rektor Radermacher.
Nach kurzem Gedenken der Gefallenen und verstorbenen Mitglieder
sprach der 1. Vorsitzende über Wesen und Walten der Bruderschaft. Er übergab
unserem Präses Herr Rektor Radermacher das Wort. Dieser legte an Hand der
Satzungen besonders das religiöse Leben der Bruderschaft und Ihrer Mitglieder
fest. Der Bitte des alten Vorstandes durch Neuwahl entlastet zu werden konnte
aus technischen Gründen nicht willfahren werden. Es wurde beschlossen lediglich
eine Ergänzung des Vorstandes vorzunehmen. Sie bestand aus den beiden Herren
Walter Müllers und Jakob Reisen. Ferner zur Unterstützung des Vorstandes; die
jungen Mitglieder Richard Reisen und Bert Kluth. Bei der ersten Versammlung
wurden 48 Mitglieder aufgenommen.
2 Wochen nach der Neugründung der Bruderschaft fand im Lokale
Kamphausen die erste Generalversammlung nach dem Krieg statt. Auf dieser
Versammlung wurde Walter Müllers erneut zum 1.Vorsitzenden gewählt.
Beim ersten Vogelschuss nach dem Krieg gab es eine Kuriosität.
Der Gebrauch von Gewehren war durch die Alliierten verboten. So versuchte man
den Vogel mit einer Armbrust von der Stange zu holen. Als dies nach vielen
vergeblichen Versuchen nicht gelang, ging man zum „Vogelputzen“ über. Hierbei
wurde ein Vogel mit Kreide auf eine Tafel gezeichnet. Die Anwärter mussten dann
mit verbundenen Augen und bewaffnet mit einem nassen Lappen den Vogel von der
Tafel putzen. Wer als letzter einen Strich des Vogels ausputzte war König.
„Dabei fiel die Königswürde auf Hubert Müllers. Dieser übergab an
seinen Vater Heinrich Müllers und damit hatte Hockstein den 1. neuen König nach
dem Krieg, seine Majestät Heinrich I.“
Zur Kirmes 1949 traten an: Die Offiziere Theodor Scheiber
(General), Herrmann Pöstges (Major), Peter Esser (Feldwebel), Walter Müllers
(Kommandeur) und die Fahnenjunker Willi Giesers und Willi Esser. Fahnenträger
war der spätere langjährige Brudermeister Willi Thomas. Hinzu kamen eine
Jägergruppe, ein Zug der Schill´schen Offiziere und eine Reservistengruppe. Den
Zugschluß bildeten der Doktor (Josef Heinen) und der Apotheker (Adolf Müllers).

Der
spätere Brudermeister Willi Thomas als Fähnrich 1949
Zur Kirmes am 7. August 1949 waren 64 Männer Mitglieder der
Bruderschaft. Bis zum Ende desselben Jahres stieg die Zahl der Mitglieder
bereits auf 85. In den frühen 50er Jahren konnte die Mitgliederzahl stets auf
über 90 gehalten werden. 1954 wurde mit 107 erstmals eine dreistellige
Mitgliederzahl angegeben.
Der Vogelschuss durfte in diesen Jahren auch wieder mit dem
Gewehr ausgetragen werden und fand jedes Jahr am Himmelfahrttag statt. Nicht nur
für die Hocksteiner Schützenbrüder war dies ein großer Tag ein. So berichteten
damals schon regelmäßig die hiesigen Zeitungen von diesem Ereignis.
Auszug aus dem
[Zeitungsbericht] anlässlich des Vogelschusses am
27.05.54:
„Rheydt. So wie überall im
Lande flimmerte am Himmelfahrtstage auch über den Äckern und Wiesen in Hockstein
die Sonnenglut. Es war ein heißer Tag. Für die Schützen der St.
Margarethen-Bruderschaft ganz besonders denn es galt den neuen König zu
ermitteln. Der bisherige König Josef Schlömer wurde abgeholt und zum Schießstand
bei Baumeister begleitet. Herr Pastor Radermacher, der ein starker Förderer der
Bruderschaft ist, wurde von allen begrüßt. Während man dem Vogel mit gut
gezielten Schüssen zu Leibe ging, rollte nebenan die Kugel auf der Kegelbahn in
die Gassen. Schließlich hatte Peter Müllers den Meisterschuß getan. Dann begaben
sich die Jungschützen auf den Schießstand. Josef Schlömer – der Sohn des letzten
Königs – wurde Jungkönig. Unermüdlich griffen die Mitglieder des seit einem Jahr
wieder unter der Leitung von Martin Dauvermann stehenden Trommlercorps Hockstein
zu den Instrumenten. Am Abend saßen alle Mitglieder und Gönner der Bruderschaft
im Kronprinzen zusammen und erwiesen bei der Proklamation dem neuen König die
Ehre. In der ersten Woche im August wird dann anläßlich der Kirmes der Hauptakt
folgen.“
Am gleichen Tag bekam Brudermeister Walter Müllers den
„Bruderschaftsorden des Zentralverbandes“ überreicht.
„Ein hierzu künstlerisch gestaltetes Diplom wird noch nachgereicht“
Walter Müllers bedankte sich für diese hohe Auszeichnung herzlich
und mit Tränen in den Augen.
Mit dieser Auszeichnung erhielt der Brudermeister auch spezielle
Rechte: „Rechte des Ausgezeichneten: Der Ausgezeichnete
hat das Recht diesen Orden auf allen großen Veranstaltungen der
Schützenbruderschaften zu tragen und kann einen Ehrensitz beanspruchen.“
1955 fand erstmals nach vielen Jahren wieder ein
Bezirksverbandskönigsschießen statt. Alle Majestäten aus Mönchengladbach, Rheydt
und Korschenbroich waren dazu eingeladen. Bei diesem Schießen wurde der der
damalige Schützenkönig aus Hockstein, Toni Happe, 2. Ritter für das folgende
Jahr und nahm mit einer großen Abordnung der Bruderschaft auch am
Bundeskönigsfest in Neuss teil. Auch bei vielen weiteren Terminen mit dem
Bezirkskönig Fritz Esser aus Korschenbroich wurde die Bruderschaft von Toni
Happe würdig vertreten.
Der 1. Vorsitzende Walter Müllers erkrankte 1959 so schwer, dass
er erstmals nicht aktiv an der Kirmes teilnehmen konnte. "Als der Festzug an
seinem Haus vorbei kam, nahm er nochmal alle zur Verfügung stehenden Kräfte
zusammen und begrüßte die Bruderschaft vor seinem Haus.
Er ermahnte die Bruderschaftler zur Einigkeit und Treue gegenüber
der Bruderschaft. Die Worte die der Brudermeister sprach waren so rührend daß
viele mit Tränen in den Augen Abschied von ihm nahmen.“

Walter
Müllers, Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender der Bruderschaft
Walter Müllers verstarb am 16. Dezember 1959.
„Leider verstarb an diesem Tag unser Brudermeister Walter
Müllers. Die gesamte Bruderschaft, soweit abkömmlich verabschiedete sich von dem
Toten und gab ihm das letzte Geleit. Seinem Wunsch entsprechend wurde er mit
allen ihm zustehenden Ehren begraben. Es folgten dem Sarge Trommlercorps – Musik
– König – Fahnengruppe und Abordnungen anderer Bruderschaften. Ehrende Worte
fand unser Kommandeur Willi Thomas am Grabe.“
Willi Thomas wurde im Januar 1960 von den Mitgliedern zum neuen
Brudermeister gewählt. Unter seiner Leitung entwickelte sich die Bruderschaft zu
einer wichtigen und verlässlichen Gruppierung in Hockstein, die sich bei
kirchlichen und weltlichen Anlässen präsentierte. Zu dieser Zeit stellte der
Vereinswirt Hans Zimmermann der St. Margareten Bruderschaft den Zeltplatz zur
Verfügung.
Luise Zimmermann kümmerte sich in ihrer unnachahmlichen Art um
die geschäftlichen Belange. Sie stellte den Ausschank und schloss die
Musikverträge. Da die Zugteilnehmer noch keine eigenen Uniformen besaßen,
übernahm sie auch die Leihgebühren dafür. Über Jahrzehnte hielt diese für beide
Seiten gute Zusammenarbeit.
Die Feierlichkeiten zur Hocksteiner Kirmes liefen in den nächsten
Jahren unter der Führung von Willi Thomas problemlos, ohne langweilig zu werden.
Schließlich gelang es jedem König ein würdevolles Fest zu arrangieren. Nach dem
Tod von Pfarrer Radermacher am 20.05.1962 wurde mit Franz Christian Schul im
Oktober desselben Jahres feierlich ein neuer Pfarrer in Hockstein eingeführt. Er
wurde schnell ein Freund der Bruderschaft und feierte und musizierte auch gern
mit.
Pastor
Franz Schul, Freund der Musik und der Bruderschaft
1971 wurde er sogar bedingt durch einen Trauerfall Schützenkönig
in Hockstein. Josef Giesers hatte beim Vogelschuss die Königswürde erlangt.
Sein Vater, Fahnenoffizier Peter Giesers verstarb jedoch im Frühjahr 1971, was
nicht nur für die Familie sondern auch für die Bruderschaft einen großen Verlust
bedeutete. Unter großer Teilnahme der Bruderschaft wurde Peter Giesers am
4.April 1971 beerdigt. Mit Rücksicht auf den Tod seines Vaters bat Josef Giesers
darum, für sein bevorstehendes Amt einen anderen Mann zu suchen. Die
Proklamation hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht statt gefunden. Auf der
Vorstandssitzung am 07. Mai 1971 erklärte sich Pastor Schul bereit, das Amt zu
übernehmen. Für Hockstein gewiss eine kleine Sensation. Die Versammlung am 18.
Juli 1971 war mit dieser Regelung mehr als einverstanden.
Eine Königin gab es in diesem Jahr verständlicherweise nicht.
Dafür wurden Pastor Schul gleich vier statt der üblichen zwei Minister zur Seite
gestellt: Dr. Heinz Dohr, Dr. Guido Zipp, Theo Scheiber und Toni Thiel.
Als Kommandeur fungierte zum zweiten Mal Helmut Mones, 1963
selber König in Hockstein. Unter seiner vorbildlichen Führung gab es viele
schöne Umzüge in Hockstein. 1974 wurde er zum Generaloberst ernannt, behielt
aber auch die Aufgabe des Kommandeurs. Erst 1992 gab er dieses Amt an Josef
Onkelbach weiter und wurde durch den Vorstand auf der Kirmes zum ersten
Generalfeldmarschall in Hockstein ernannt.
Erstmals in der Geschichte der Bruderschaft fand der Vogelschuss
1971 am Kirmes-Dienstag im Festzelt statt. Die Krönung des neuen Königs wurde ab
sofort auf dem Herbstfest vollzogen.
Die Kirmes im Jahr 1975 stand ganz im Zeichen des 50-jährigen
Bestehens der Bruderschaft. Mit König Peter Nilges, seinen Ministern Toni
Küppers und Ludwig Reisen, sowie Jungkönig Lothar Esser feierte die gesamte
Bruderschaft ein herrliches Fest. Pastor Schul erlaubte sich in einer Ansprache
„allen Beteiligten, vom Brudermeister bis zum letzen
Bruderschaftler, von den Musikanten bis zu den Wirtsleuten ein herzliches
Dankwort zu sagen“.
Zum Schützenfest 1978 wurde das aktuelle Königssilber
angeschafft. Herr Gerhard Zipp, 1965 selbst Jungkönig in Hockstein, trennte
hierzu die Hauptplakette vom alten Silber und arbeitete diese schmuckvoll in die
neue Kette ein. Lambert Schürmann war der erste Schützenkönig, der diese neue
Kette tragen durfte. Die bis dahin getragene Kette mit den Anhängern eines jeden
Königs wird seitdem in der Kirche aufbewahrt.

König
Lambert Schürmann mit der neuen Königskette 1978 umrahmt von seinen Ministern
Günter Engeln (l.) und Günter Stein
[Unser
Schützensilber]
1986 wurde an
der Kette ein Vogel angebracht um das Silber schmuckvoller zu machen und um an
den Vogelschuss zu erinnern, welcher zur Erlangung der Königswürde erforderlich
ist. Auf der Rückseite der Großen Plakette sind alle Könige bis 1939 verewigt.
Die Vorderseite ziert unsere Schutzpatronin, die hl. Margareta von Antiochien,
eine der 14 Nothelfer. Ihr zu Füßen liegt der von ihr besiegte Drache. Um die
Margareta herum sind die Schriftzüge „ST. MARGARETA BRUDERSCHAFT“ und „ST.
MARGARETA BITTE FÜR UNS“ zu lesen. Die Plakette ist mit zahlreichen Ornamenten
verziert. Über dem obersten Schriftzug ist das Zeichen für Pax Christi (der
Friede des Herrn) eingraviert.
Darüber sind
zwei kleinere Plaketten als Bindeglieder zur eigentlichen Kette angebracht. Die
untere Plakette zeigt einen Vogel der eine Krone trägt, ebenfalls als Zeichen
für die durch Vogelschuss erreichte Königswürde. Die obere Plakette trägt
nochmals den Schriftzug der Bruderschaft in einer modernen Schriftart. Das
Gründungsjahr „1925“ ist umrahmt von 2 Kronen.
An diese
Plakette schließt sich die Kette mit zunächst 13 quadratischen Namensplaketten
für je 4 Namen der Könige seit der Neugründung nach 1949 an. Vor oder hinter
jedem Namen ist eine Krone in die Plakette eingearbeitet.
Aus Platzmangel wurde die Kette 2001 um 7 Plaketten erweitert.
Die
Königskette aus der Gründerzeit ist im Krieg verloren gegangen. Der langjähriger
Major Peter Nilges, der sich sehr um historische Aufzeichnungen bemüht, hat in
vielen Jahren leider vergeblich versucht diese Kette ausfindig zu machen. Es
wird vermutet, dass sie während des 2. Weltkriegs im Osten Deutschlands verloren
ging.
Plötzlich und
unerwartet verstarb am 10.Oktober 1985 unser Präses Pastor Franz Schul, nachdem
er erstaunlich gut von einem Herzinfarkt erholt schien. Es begann eine Zeit in
der mehrere Pfarrer nach Hockstein kamen und die Honschaft nach kurzer Zeit
wieder verließen. Die änderte sich erst 1993 mit Pfarrer Harald Josephs. Obwohl
er nicht allen Dingen der Bruderschaft gegenüber aufgeschlossen war,
unterstützte er die hiesigen Vereine wo er nur konnte.
1987 begann
für die Bruderschaft eine besondere Zeit.
Durch den Verkauf der Gaststätte Zimmermann und der daraus
resultierenden Geschäftsaufgabe der Eheleute Hans und Luise Zimmermann stand die
Bruderschaft vor einem großen organisatorischen Problem. Erstmals musste die
komplette Kirmes finanziell allein gestemmt werden. Der Vorstand wagte mit einem
anderen Zeltwirt und einigen Schaustellern einen Neuanfang. Unter der Leitung
von Brudermeister Willi Thomas wurde dieses erste Jahr ein voller Erfolg.
Erleichtert und froh über diesen guten Einstand in eine neue Zeit gab Willi
Thomas im Januar 1988 sein Amt nach 28 Jahren erfolgreicher Arbeit ab. Noch auf
der gleichen Versammlung wurde Willi Thomas auf Antrag einstimmig zum
Ehrenvorsitzenden ernannt. Rolf Kremer trat nun die Nachfolge an und stand mit
seinem neuformierten Vorstand gleich vor einem weiteren Problem.
Auf dem ehemaligen Zeltplatz neben der Gaststätte wurde ein
Mehrfamilienhaus errichtet und es musste ein neuer Aufstellort für das Zelt
gefunden werden. Spontan erklärten sich Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat
bereit, die Wiese vor der Kirche für den Zeltbau zur Verfügung zu stellen.
Luise Zimmermann verstarb im August 1988. Ihr Gatte Hans folgte
ihr im April 2000. Die Bruderschaft nahm an beiden Beerdigungen regen Anteil,
wusste man doch was man den langjährigen Wirtsleuten in all den Jahren zu
verdanken hatte. Es wurde in den frühen 90er Jahren sogar ein Antrag auf
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes für Hans Zimmermann gestellt. Alle
Hocksteiner Vereine unterstützen diesen Antrag. In der Tat wurde Hans Zimmermann
kurz darauf das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.
1995, zum 70-jährigen Bestehen, gab es erstmals einen Kaiser in
Hockstein. Josef Onkelbach war nach 1985 und 1991 zum dritten Mal König und
durfte somit auch den Titel Kaiser tragen.
>Karl Nilges I. war ebenfalls dreimal König (1935, 1950 und 1951)
wurde aber nicht als Kaiser gefeiert<
Zum Jubiläum wurde auch ein Gildebaum angeschafft, mit den Wappen
der Hocksteiner Vereine und Bruderschaftsgruppen. Erstmals wurde dieser Baum am
02. Juli 1995 unter großer Anteilnahme der Hocksteiner Bevölkerung aufgestellt.
Unter der musikalischen Begleitung des Trommler-Corps Hockstein wurde
anschließend ein zünftiges Richtfest gefeiert. Seit 1996 wird der Baum immer am
Himmelfahrtstag zur Eröffnung des Frühlingsfestes aufgestellt und ziert den
Dorfplatz am Haus Zimmermann bis in den Herbst hinein.

Das erste
Errichten des Gildebaums am 02. Juli 1995
Ebenfalls 1995 wurde eine weitere Änderung beschlossen. Erstmals
in der Geschichte der Bruderschaft durften auch Frauen Mitglieder werden.
Besonders die (jungen) Damen des Trommler-Corps Hockstein traten nun in die
Bruderschaft ein. So wurde 1997 erstmals mit Tina Coslar ein weibliches Mitglied
Jungkönigin. In den nächsten 10 Jahren sollten noch 4 weitere junge Damen
Jungkönigin werden. Auf die erste Königin wartet die Bruderschaft allerdings
noch.
Natürlich sind die Bruderschaftler stolz darauf,
„dass uns
unsere Frauen bei allen Aufgaben und Festen begleiten.“ Besonders erfreulich
ist es, dass sie seit Jahrzehnten den Klompenball am Kirmesmontag so wunderschön
gestalten. Auch hier hat es in den letzten Jahren einen Wechsel gegeben. Früher
waren es Fine Esser (Holste) und Traudchen Frömmel, die den Klompenzug der
Frauen führten. Fine Esser wird wie viele unvergessen bleiben, da sie mit ihrer
Statur dem Klompenzug einen imposanten Anblick bot. Auch Lenchen Gans zeigte
1956 hoch zu Ross, „dass die Hocksteiner Frauen die Zügel fest in der Hand
halten.“ Nach und nach wurden die Aufgaben weitergegeben.
Bis vor einigen Jahren wurden die [Klompenfrauen] in gleich guter
Weise von Marita Nilges und Brigitte Kamps angeführt..
Heute werden die Klompenfrauen von Sabine Baulig, Martina Oellers und Michaela
Zimmermann angeführt. Auch die Kinder sind gern gesehener Bestandteil des
Klompenzuges.

Brudermeister Walter Müllers inmitten der Klompenfrauen beim Königsfrühstück
Mit einer sehenswerten Ausstellung der Vereinsgeschichte und des
Silberschmucks in der Zweigstelle Hockstein der Stadtsparkasse Mönchengladbach
begannen die Festlichkeiten zum 75-jährigen Bestehen der Bruderschaft im Jahr
2000. König im Jubiläumsjahr war Peter Jülich. Ihm zur Seite standen die
Minister Peter Nilges und Bernd Hess. Jungkönig war Oliver Kremer, Sohn des
damaligen Brudermeisters. Seine Minister waren Sascha Meurer und Dominik
Schäfer. Die Mitgliederzahl stieg in diesen Jahren auf über 200.
2004 gab Rolf Kremer nach 16 Jahren sein Amt als Brudermeister
ab. Jürgen Lenz, seit 4 Jahren Mitglied in der Bruderschaft wurde sein
Nachfolger. Unter seiner Führung wurden einige Veränderungen durchgeführt.
Zunächst wurde des Offizierscorps der Bruderschaft neu
organisiert und erweitert.
Peter Nilges wurde zum Major Ehrenhalber erklärt, da er aufgrund
seines vorgerückten Alters nicht mehr aktiv an den Umzügen teilnehmen konnte.
Arno Dickhaut wurde als Nachfolger von Günter Stein General. Günter Stein, der
eigentlich das Offizierscorps verlassen wollte, wurde kurzerhand zum 2.
Generalfeldmarschall nach dem 1996 verstorbenen Helmut Mones befördert. Georg
Pomp wurde Hauptmann und Norbert Goertz Fregattenkapitän. Spieß wurde für ein
Jahr Frank Fließgarten, bevor er von Josef Onkelbach das Kommando über die
Festzüge übernahm. Die Fahne wurde bereits seit 2001 von Horst Potz getragen. Er
erfüllte bis zu seinem Tod am Kirmes-Sonntag 2008 seine Aufgabe vorbildlich.
Toni Holthausen wurde im Januar 2009 vom Jägerzug Hubertus als neuer Fähnrich
vorgestellt und von der Versammlung einstimmig bestätigt.
2007 gab es erstmals einen von der Bruderschaft organisierten und
durchgeführten Weihnachtsmarkt, der gleich im ersten Jahr für regen Zulauf am
Kirchenvorplatz sorgte. Mehrere hundert Besucher machten diesen Tag zu einem
vollen Erfolg. Die Aussteller kamen nahezu ausnahmslos aus der Honschaft. 2008
wurde die Gemeinnützigkeit beantragt und bewilligt. Im Jahr 2010 wird die
Bruderschaft die Eintragung ins Vereinsregister beantragen. Sie wird dann zur
„St. Margareten-Bruderschaft 1925 e.V.“

Jürgen
Lenz, Brudermeister in Hockstein seit 2004
2005 wurde Willi Thomas während der Hocksteiner Kirmes mit einem
einmalig verliehenen Ehrenorden bedacht, als Auszeichnung für seine 70-jährige
Zugehörigkeit zur Bruderschaft. Gerührt und mit Tränen in den Augen nahm er
voller Stolz die Auszeichnung entgegen. Es sollte der letzte Auftritt des
Ehrenbrudermeisters sein. Eine Woche nach der Kirmes starb Willi Thomas im Alter
von 89 Jahren. Die Beerdigung fand auf dem Hocksteiner Friedhof unter großer
Anteilnahme der Bevölkerung statt.

Willi
Thomas, Brudermeister von 1960 – 1988, danach Ehrenbrudermeister
2007 wurden zwei höchstverdiente Bruderschaftler geehrt. Peter
Nilges und Günter Stein bekamen vom Bezirksbundesmeister Horst Thoren das
Schulterband zum St. Sebastianus-Ehrenkreuz verliehen. Die Auszeichnung hatte
vor den beiden lediglich Willi Thomas 1983 aus den Händen von Willy Metzer
erhalten.
Durch die Öffnung der Bruderschaften für Frauen ist es auch in
Hockstein zu Veränderungen gekommen. Mittlerweile gibt es eine erste reine
Frauengruppe, die Hocksteiner Amazonen. Auch im Vorstand ist mit Petra
Zimmermann als Beisitzerin ein weibliches Mitglied vertreten.
Seit 2007 sind die Amazonen um Renate Langen ein fester
Bestandteil der Bruderschaft und auch bei den ungeliebten Arbeitsterminen sind
die Damen immer dabei. Im Jahr 2010 stellen sie mit Olivia Möller gleich die
erste Ministerin in Hockstein. König ist Volker Langen, dessen Frau Nicole
ebenfalls aktiv bei den Amazonen mit marschiert. 2. Minister ist Christian
Neuhausen. Jungkönig ist Stefan Busen, Minister sind Tim Beiten und Thomas Gött.

Die
Hocksteiner Amazonen, hier beim Stadtschützenfest 2009
Reiche Früchte hat auch die Jugendarbeit in den letzten 10 Jahren
getragen. Seit 2001 geht jedes Jahr eine unbestimmte Zahl Hocksteiner Kinder in
Knappenuniformen bei den Festzügen mit, welche von Damen aus der Bruderschaft
angefertigt wurden. Einige ältere ehemalige Knappen bilden die
Jungschützengruppe. Und aus ehemaligen Jungschützen entstand im letzen Jahr
sogar eine selbstständige neue Gruppe, der Matrosenzug Hockstein. Zur
Hocksteiner Kirmes 2009 präsentierten die jungen Männer erstmals ihre eigenen
Uniformen, die der Matrosenuniform der deutschen Marine nachempfunden wurde.

Der
Matrosenzug Hockstein beim Stadtschützenfest 2009,
vorne Gruppenführer Tom
Zander
Ebenfalls 2009 gab es beim Stadtschützenfest für die Hocksteiner
Bruderschaft eine große Überraschung. Das Stadtschützenfest, früher
Bezirksverbandskönigsschießen, wird seit 1981 regelmäßig jedes Jahr im September
durchgeführt. 38 Bruderschaften und 12 Kapellen, darunter seit vielen Jahren das
Hocksteiner Trommler-Corps präsentieren sich dort der Mönchengladbacher
Bevölkerung. Auch die hiesigen Politiker sind in historischen Uniformen und zum
Teil hoch zu Pferd mit von der Partie.
Alle 38 Majestäten aus dem Bezirksverband Mönchengladbach, Rheydt
und Korschenbroich dürfen dort um die Bezirkskönigswürde mit schießen. Norbert
Goertz, der Hocksteiner König 2009, errang beim Stadtschützenfest am 5.
September diese Bezirkskönigswürde, zum ersten Mal in der Hocksteiner
Bruderschaftsgeschichte. Nun wird er im Jahr 2010 die Hocksteiner Bruderschaft
bei vielen Festlichkeiten im Bezirksverband vertreten.

Bezirkskönig 2010 Norbert Goertz mit Bezirksbundesmeister Horst Thoren (l.) und
Oberbürgermeister Norbert Bude (r.),sowie
seinen beiden Ministern
Zu Beginn des Jahres 2010 meldeten sich 22 neue Mitglieder in der
Bruderschaft an. Einige der neuen Mitglieder gründeten auch gleich eine neue
Gruppe. Den 1. Artilleriezug Kaliber 67,5mm Hockstein. Ihren ersten Auftritt
werden sie zur Hocksteiner Kirmes 2010 haben.
Die Bruderschaft ist angetreten, um bei allen kirchlichen und
weltlichen Festen in der Honschaft teilzunehmen, zu unterstützen und zu helfen.
Das soziale Engagement hat man in den letzten Jahrzehnten
ebenfalls ausbauen können. Jedes Jahr werden karitative Einrichtungen oder
Hilfsbedürftige mit erheblichen Beträgen unterstützt. Wie in der Vergangenheit
verzichtet die Bruderschaft hierbei auf jegliche Veröffentlichung.
Unterstützung ist nicht nur gut wenn man sie geben kann. Bei der
Errichtung des Gildenbaumes am Dorfplatz konnte man auf die Unterstützung von
Damen und Herren der Politik und der Stadtverwaltung ebenso zählen, wie bei der
Suche nach einem Ausweichplatz für die Kirmes, als der Kirchenvorplatz gesperrt
war. Im Jahr des Kirchenumbaus wurde der Schulhof zur Verfügung gestellt. Eine
wachsende Anzahl Menschen unterstützt in jedem Jahr durch Sachleistungen oder
finanzielle Zuwendung die Bruderschaft.
Gegenseitige Unterstützung gibt es aber auch innerhalb der
Hocksteiner Vereine.
Eine besondere Freundschaft verbindet die Bruderschaft mit dem
Hocksteiner Trommler-Corps. Obwohl es sich um einen eigenständigen Verein
handelt, sind fast alle Spielleute gleichzeitig auch Mitglieder der St.
Margareten Bruderschaft. Die tolle Marschmusik bei den Kirmesumzügen und ganz
besonders die Auftritte beim Familienball am Kirmesdienstag sind absolute
Höhepunkte.
Hockstein ist in den letzten 30 Jahren erheblich gewachsen.
Zahlreiche Neubaugebiete und die Bebauung der Böningstraße haben die Anzahl der
Einwohner fast verdreifacht. Nicht alle Neubürger konnten für eine
Mitgliedschaft gewonnen werden, obwohl die Mitgliederzahl sich seit dieser Zeit
erheblich vergrößert hat, aktuell auf über 280. Die Bruderschaftler stellen
jedoch fest, dass die „Neuhocksteiner“ bei den Festen, besonders bei der Kirmes
regen Anteil nehmen und durch ihren Besuch die Bruderschaft unterstützen.
Die letzten 30 Jahre haben das Bild der Bruderschaft verändert.
Die Unterhaltungsangebote in der Stadt sind für alle Menschen größer geworden.
Ein Teil der Mitglieder hat seinen Wohnsitz nicht mehr in Hockstein. Immer
weniger Menschen sind bereit, Zeit und Arbeit zu investieren und Verantwortung
im gemeinnützigen Rahmen zu übernehmen. Die Gefahr besteht, dass sich das
Bruderschaftsleben in der Zukunft auf das Kirmesfeiern reduziert. Daher wird es
eine der großen Aufgaben der Zukunft sein, die Bruderschaft trotz der nicht so
guten Randbedingungen durch die nächsten Jahre zu führen. Benötigt wird dabei
die innere Unterstützung der Mitglieder aber auch die der Hocksteiner
Bevölkerung.
Im Vertrauen auf Gott blickt die St. Margareten Bruderschaft
Hockstein dankbar auf die letzten 85 Jahre zurück und ist sicher, dass es sich
lohnt, für ein Weiterbestehen und ein Aufrechterhalten der Traditionen in der
Honschaft Hockstein einzutreten.
Die Brudermeister der St. Margareten Bruderschaft
|
1925 – 1934 Walter Müllers |
1934 – 1938 Heinz Goebels |
1938 – 1949 Martin Thomas |
|
1949 – 1960 Walter Müllers |
1960 – 1988 Willi Thomas |
1988 – 2004 Rolf Kremer |
|
2004 – Jürgen Lenz |
|
|
Die Gruppen der St. Margareten Bruderschaft (nach dem
Gründungsdatum sortiert)
|
Marinegruppe |
1954 |
|
|
Jägerzug Hockstein |
1969 |
Neugründung, Erstgründung
1925 |
|
Schwarze Herren |
1970 |
|
|
Musketierzug
|
1978 |
|
|
Jägerzug Hubertus |
1980 |
seit dem 1. Juli 1990 Fahnengruppe |
|
Weiße Husaren |
1980 |
|
|
Blaue Infanterie |
1983 |
|
|
Lützow Husaren |
1988 |
|
|
Weiße Grenadieroffiziere |
1990 |
heute Königsadjutanten |
|
Hocksteiner Knappen |
2001 |
Kindergruppe im Alter von 5 – 12 Jahren |
|
Schill´sche Offiziere |
2003 |
bereits in den 60er - 80er Jahren existent |
|
Hocksteiner Jungschützen |
2005 |
Jugendgruppe – ab 12 Jahren |
|
Hocksteiner Amazonen |
2007 |
Erste reine Frauengruppe |
|
Matrosenzug Hockstein |
2008 |
|
|
1. Artilleriezug |
2010 |
Kaliber 67,5mm Hockstein |
Die Schützenkönige der St. Margareten-Bruderschaft seit ihrem
Bestehen
|
1925 |
Wilhelm Pellen |
1976 |
Peter Esser |
|
1926 |
Theodor Scheiber |
1977 |
Josef Lützerath |
|
1927 |
Hubert Müllers |
1978 |
Lambert Schürmann |
|
1928 |
Johann Peters |
1979 |
Josef Paquet |
|
1929 |
Alois Schnitzler |
1980 |
Karl Heinz Herrmann |
|
1930 |
Hermann Kraft |
1981 |
Karl Nilges II. |
|
1931 |
Johann Peters |
1982 |
Karl Nilges III. |
|
1932 |
Josef Bongartz |
1983 |
Willi Langen |
|
1933 |
Josef Kitz |
1984 |
Karl Lindgens |
|
1934 |
Otto Müllers |
1985 |
Josef Onkelbach |
|
1935 |
Karl Nilges I. |
1986 |
Peter Kremer |
|
1936 |
Johann Lenzen |
1987 |
Peter Jülich |
|
1937 |
Johann Verhoeven |
1988 |
Bernd Hess |
|
1938 |
Friedrich Kronen |
1989 |
Josef Langen |
|
1939 |
Josef Esser |
1990 |
Rolf Kremer |
|
1949 |
Heinrich Müllers |
1991 |
Josef Onkelbach |
|
1950 |
Karl Nilges I. |
1992 |
Toni Holthausen |
|
1951 |
Karl Nilges I. |
1993 |
Horst Potz |
|
1952 |
Theodor Hurtz |
1994 |
Dietmar Oellers |
|
1953 |
Josef Schlömer |
1995 |
Josef Onkelbach |
|
1954 |
Peter Müllers |
1996 |
Dirk Werner |
|
1955 |
Toni Happe |
1997 |
Klaus Müllers |
|
1956 |
Josef Schlömer |
1998 |
Paul Müllers |
|
1957 |
Heinrich Rissdorf |
1999 |
Ralf Kremer |
|
1958 |
Toni Küppers |
2000 |
Peter Jülich |
|
1959 |
August Grams |
2001 |
Bernd Engeln |
|
1960 |
Josef Giesers |
2002 |
Dirk Wilhelms |
|
1961 |
Willi Thomas |
2003 |
Erich Wolters |
|
1962 |
Johann Lenzen |
2004 |
Ralf Smetz |
|
1963 |
Helmut Mones |
2005 |
Frank Bär |
|
1964 |
Dr. Guido Zipp |
2006 |
Andreas Tillmann |
|
1965 |
Willi Esser |
2007 |
Stefan von Ameln |
|
1966 |
Paul Büttgen |
2008 |
Wolfram Schäben |
|
1967 |
Heinz Müllers |
2009 |
Norbert Goertz |
|
1968 |
Gerh. Laumanns |
2010 |
Volker Langen |
|
1969 |
Hans J. Gessing |
2011 |
Wolfgang Lièvre |
|
1970 |
Peter Giesers |
|
|
|
1971 |
Pastor Franz Schul |
|
|
|
1972 |
Günter Stein |
|
|
|
1973 |
Hubert Nilges |
|
|
|
1974 |
Josef Giesers |
|
|
|
1975 |
Peter Nilges |
|
|
|